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VIDEO: The Creator – Der Hollywood-Blockbuster gedreht mit einer 4.000€ Sony FX3 Kamera

Einführung

Hier gibt es mein Video zu dem Thema zu sehen und ein gesamtes Transkript daraus.

Der Blockbuster Kinofilm “The Creator” wurde mit einer kleinen 4.000€ Sony FX3 Kamera gedreht. Ich war so geflasht, dass ich dazu ein Video gemacht habe.

 

Transkript:

“Hallo Leute, willkommen in meiner kleinen schnuckligen Bude. Ganz spontaner Dreh, weil etwas die ganze Zeit in meinem Kopf rumschwirrte und mich beschäftigt hat die letzten Tage. Und auch etwas die Augen geöffnet hat. Und zwar geht es um das Thema Hollywood und besonders die Kameras.

Ja, ich war letzte Woche im Film The Creator von Gareth Edwards, der auch für Rogue One verantwortlich war. Rogue One war für mich einer der besten Star Wars-Filme der letzten Jahre auf jeden Fall. Man hat seinen Fingerabdruck dort auch gemerkt.

Aber was ich besonders bei diesem Film bemerkte, war diese Immersivität, also dieses Immersive, dass man da so davor sitzt und wirklich so das Gefühl hatte, man ist so in der Welt. Diese Welt gibt es wirklich, die Effekte waren mega gut. Es sah wirklich sehr, sehr schön aus. Es war einfach sehr schön anzugucken. Aber die ganze Zeit saß ich im Kino und habe mir gedacht, mit welcher Kamera hat er das gefilmt? Weil man kennt ja diese Bilder und beziehungsweise auch diese Stile von Arri Kameras, von Red Kameras und das war es irgendwie nicht. Aber es sah trotzdem so mega gut aus. Als ich dann gesehen habe welche Kamera das war, hat es mir eigentlich fast die Sprache verschlagen.

Wer schonmal ein Making-Of von einer Hollywood-Produktion gesehen hat, der kennt sich mit sicherheit diese riesen Kameras von Arri, von Red, was auch immer. Die sind super schwer, super schwer zu transportieren, aber haben eben diesen besonderen Look, den man erreichen möchte. Aber Gareth Edwards hat auf eine Sony FX3 gesetzt. Diese Sony FX3 basiert auf einer Sony Alpha 7S3, welche eine Fotokamera ist. Also, im Grunde ist es eine Consumer-Kamera, die sich jeder einfach so für 4.000€ kaufen kann. Ist natürlich viel Geld, aber verglichen zu einer Red, die um die 50.000 Euro oder mehr kostet – eine Arri locker mehr, ist das natürlich ein kleines Budget.

Der ganze Film hat insgesamt um die 80 Millionen Euro gekostet und hat leider bis jetzt nur ungefähr 60 Millionen eingespielt. Finde ich schade, weil der Film ist echt gut. Die sind wirklich zu 80 Locations gereist und waren mit dem ganzen Team in verschiedenen Ländern, wie auch Tibet. Selbst das war günstiger, als das Ganze digital zu machen und mit einem Greenscreen oder ähnliches – total abgefahren.

Jetzt bin ich ein bisschen abgeschwiffen. Kommen wir nochmal zu dieser Sony FX3. Die ein bisschen kleiner als die Sony Alpha 7S3, ist aber auf Cinema getrimmt. Das ist eben eine Videokamera. Es wurde immer gesagt, “die ist für Content-Kreatoren oder für kleine Indie-Studios oder für Leute, die gerade anfangen wollen”. Und er hat sie einfach genommen und daraus einen Hollywood-Film gedreht. Einen richtigen Hollywood-Film mit Effekten, mit allem drum und dran und was dazugehört. Das hat mich so geflasht und mir so zu denken gegeben. Weil ich das Gefühl habe, dass wir momentan… Also, ich hab nicht nur das Gefühl, ich glaub, das ist tatsächlich auch so… dass wir momentan an einem Punkt sind, wo es völlig egal ist, welche Kamera man nutzt. Man kann immer etwas Mega-Geiles damit drehen.

Jetzt überlegen wir mal so 10 Jahre zurück, wo ich mit der Videografie angefangen habe, mit einer Canon 700D. Die hat ungefähr so um die 600, 700 Euro gekostet. Die konnte Full HD noch nicht mal Zeitlupe, also keine 60 Bilder, sondern eher so 30. Aber wenn man sich jetzt mal anguckt in welche Richtung sich das entwickelt hat heutzutage, ist das einfach kompletter Mind Blow. Also ihr könnt mit einer Kamera, die 500, 600, 1000, 1500 Euro kostet, mindestens 4K drehen – vielleicht sogar 4K 60, wenn nicht Full HD irgendwie 100 oder 60 oder 120, wie auch immer. Ihr könnt heutzutage, egal welche Kamera ihr nehmt – von den modernen natürlich – etwas richtig tolles schaffen und etwas richtig tolles drehen, was auch so einer Hollywood-Produktion nahekommt.

Natürlich spielen da auch noch mehr Faktoren ein, wie das Licht, die Belichtung, die Komposition, wie möchte ich das haben? Ein bisschen Nebel, ein bisschen Filter auf der Linse, ein bisschen dies und das und dann natürlich die Post-Production. Aber man kann so viel rausholen und man kann heutzutage so viel machen und das hat mir so irgendwie so ein bisschen die Augen geöffnet. Wo ich gedacht habe, im Grunde brauche ich eigentlich persönlich nie wieder eine neue Kamera.

Ich selbst filme jetzt mit einer Canon C70 und bin absolut zufrieden. Ich habe meine letzten Kameras eigentlich nur aus dem Grund gekauft, weil mir Funktionen gefehlt haben. Nicht, weil mir das Bild nicht gefallen hat oder ich irgendwie einen größeren Sensor wollte. Ich habe einen Super 35-Sensor – hatte ich vorher auch, da ich mit einer Z-Cam S6 gefilmt habe. Was mir immer gefehlt hat, interne ND-Filter, ein klappbares Display, XLR-Inputs, was die C70 jetzt alles mitbringt. Im Grunde genommen brauche ich persönlich gar keine Kamera mehr. Und das macht einen so ein bisschen … Es motiviert, weil man sagt: “Hey, ich hab alles, was ich brauche, mehr brauche ich nicht und ich kann damit etwas Geiles filmen, was aussieht wie The Creator, wenn ich’s nur möchte.”

Und jetzt noch ein kleines Ding nebenbei. Das Wichtigste an der Kamera sind natürlich die Objektive. Die Zeiten, wo man gesagt hat, es muss immer schärfer sein und immer knackiger sind eigentlich fast vorbei, weil viele Filme mit Vintage-Objektiven gedreht werden. Ich selber nutze Canon FD-Linsen. Ich habe hier ein 50-Milimeter Canon FD mit einem 3D-gedruckten Housing. Das kann man sich einfach runterladen, auf seinem 3D Drucker ausdrucken und dann die Canon FD-Linse oder was auch immer hier einbauen. Ist ein sehr, sehr cooles Ding. Man hat dadurch so einen Cinema-Linsen-Look. Es ist jetzt eine sehr sehr … große Linse geworden aus der Kleinen. Ich packe euch den Link dazu, wo ihr die Dinge findet, unten in die Videobeschreibung. Ich selber filme gerade mit dem Canon FD 50-Milimeter. Und ich hab noch ein Helios 44-2, was wirklich… Es ist so ein schönes Objektiv. Es ist so gut. Es hat so ein schönes Bokeh. Damit wurde auch der letzte Batman-Film gedreh und Joker wurde auch mit Vintage-Linsen gefilmt. Ich kann es euch absolut empfehlen. Das ist kleines Geld. Besorgt euch die. Geht filmen und ihr werdet sehen, ihr bekommt einen Look, der Hollywood ähnlich sein wird. Und dann werdet ihr auch super viel Spaß beim Drehen haben.

Ja, das war’s mit meinen kurzen Gedanken zu diesem Thema. Ich hoffe das Video hat euch gefallen. Bisschen spontan aus meiner Wohnung. Vielleicht ein bisschen schallig, ja, ist jetzt nicht so der perfekte Ton. Aber ich glaube das ist ein cooles Format, das man vielleicht so hin und wieder mal machen kann. Danke fürs Zusehen. Ich sag bis dann und ciao.

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